Kaspersky Bionik: Mehr Sicherheit für IoT-Implantate

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Der Software-Entwickler Kaspersky führt in seinem Unternehmen neue Richtlinien ein, um IoT-fähige Bionik besser überwachen zu können. So sollen nicht autorisierte Zugriffe von außen unterbunden werden.

Bionik: die menschliche Natur erweitern

In dem Bionik getauften Bereich schaut sich der Mensch schon seit langem Prozesse von der Natur ab, um sie für sich technisch replizieren zu können. Die Sonar- oder Echolottechnik und der Klettverschluss stehen dafür ebenso exemplarisch wie Spritzen, Saugnäpfe oder Propeller. Seit geraumer Zeit rückt der medizinische Bereich dieses Experimentierfelds immer dann in den Fokus der Aufmerksamkeit, wenn wieder mal ein aufsehenerregender Durchbruch gelungen ist. Ursprünglich war diese Technologie dazu gedacht, Menschen, die durch Geburt, Unfall oder Kriegsverletzung Probleme bei der Fortbewegung haben, ein angenehmeres Leben durch Prothesen zu ermöglichen. Bald erkannten aber auch Militär, Wirtschaft und Technikenthusiasten, dass sich durch diese Hilfsmittel normale Körperfunktionen exponentiell steigern lassen. Auch die Sicherheitsindustrie weltweit hat erkannt, dass sich mit körpernahen oder sogar implantierten Systemen mehr Sicherheit in sensiblen Umgebungen erreichen lässt.

IoT-Implantate: Sicherer Zutritt zu hochsensiblen Bereichen

Kaspersky, ein Entwickler von Sicherheitssoftware geht davon, dass zukünftig immer mehr seiner Angestellten mit bionischen Erweiterungen ihrer selbst ausgestattet sein werden. Die Fortschritte im maschinellen Lernprozess und in der Optogenetik befeuern diese Entwicklung zusehends. Mit ihnen lassen sich humanbiologische Charakteristika immer genauer erfassen, adaptieren und optimieren. Diesem Trend trägt das Unternehmen Rechnung, indem es Mitarbeitern zunehmend gestattet, sogenannte Biochips zu tragen, um weiter Zugang zu den hochsensiblen Bereichen der Firma zu bekommen. Diese in den Körper implantierten Sensoren sollen die heute noch häufig genutzten Schlüsselkarten sukzessive ersetzen. Wer die Technik verwendet, kann dann zwar auf Kontrollen an Metalldetektoren verzichten, muss dem Arbeitgeber aber ein ärztliches Attest über dessen Verwendungszweck vorlegen. Schon heute findet der NFC-Biochip bei Kaspersky große Verbreitung. Er speichert biometrische Merkmale seines Trägers, die bei jedem Kontakt mit einer intelligenten Kamera sofort überprüft werden. Diese internen Module werden dabei von der Energie angetrieben, die von den Muskeln im Körper ausgeht.

Bionik-IoT: Sicherheitsgefahren erwartet

Wie viele Internet der Dinge (IoT)-Schnittstellen könnten auch bionische Erweiterungen immer öfter in das Zentrum der Aufmerksamkeit von Kriminellen gelangen. Die auch in diesem Bereich eher unzureichend zu nennenden Sicherheitsvorkehrungen laden regelrecht zum Missbrauch ein. Schnell veraltende Technik, die oft auf unsicherer Hard- und Software fußt und selten bis gar nicht aktualisiert wird, öffnet digitalen Angriffen Tür und Tor. Für Kaspersky vorstellbar sind hier u.a. Bedrohungsszenarien durch den Diebstahl für den Betriebsprozess essentieller Informationen, gefälschte Identitäten bei unautorisierten Zugriffen und das Ausspähen von Firmeninterna durch audiovisuelle Implantate.

Kaspersky: Regeln gegen IoT-Sicherheitsprobleme

Kaspersky möchte seinem Personal nicht nur helfen, ihre Leben durch diese Technologie zu verbessern. Man will hier ebenso dessen Umgebung, wie auch die eigene vor Schaden bewahren. Deshalb wurden Regularien erlassen, die derartige Bedrohungen eindämmen helfen sollen. Bionische Geräte werden deshalb zum einen engmaschig auf die Einhaltung von Privatsphäre-Einstellungen hin kontrolliert. Zum anderen werden die Zugriffsrechte zu allen Einrichtungen diversifiziert. Dazu wird bereichsspezifisch noch genauer unterschieden, wer wo und wann zu welchem Segment Zutritt erhält. Darüber hinaus behält die Firmenleitung aber auch die allgemeine Gesundheit ihre Untergebenen stets im Blick. Dabei sollen weder humane noch technologische Fähigkeiten in ihrer Funktionalität eingeschränkt werden. Lediglich die Rahmenbedingungen für deren Unterstützung, Ausbau und Anleitung sollen hier nun gesetzt werden. Im Detail bedeutet das z.B., das alle körperlichen Erweiterungen bionischer Natur dem Compliance Team gemeldet werden müssen und sich ihre Träger zu ständigen Sicherheitsupdates verpflichten. Nur so kann der auf 8 Milliarden Dollar taxierte zukünftige Markt für Bionik verlässlich genutzt werden.

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Über den Autor

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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